Bereichsliga, Kreisklasse B+C am 31.01.2010
Großsachsen I,II,III vs. Altlußheim I,III / Mannheim 1946
Großsachsen auf Kurs !
Mit einer imposanten, kämpferischen Leistung ist es unseren Figurenkünstlern der ersten Mannschaft gelungen, Altlußheim knapp aber verdient mit 4,5:3,5 zu schlagen und somit Anschluss in der Bereichsliga zu halten – ein wichtiger Sieg in Richtung Klassenerhalt!
Der Anfang war Laszlo vorbehalten, der seinen Gegner Mansor in seine Angriffszange Marke Eigenbau nahm. Immer das Ziel vor Augen ließ er nicht locker, so dass Mansor kein Gegenrezept finden konnte. Nach diesem schnellen 1:0 glich Altlußheim mit der Kampfpartie Werner – Krauss aus. Werner, eigentlich Verteidigungsexperte, zeigte dieses Mal sein anderes Gesicht. Er servierte seinem Gegner einen vielversprechenden Angriff, wobei er einen Bauer für Linienöffnung opferte. Krauss verteidigte sich jedoch mit Umsicht und konnte zum 1:1 ausgleichen. Garst konnte in seiner Partie gegen Hasselbach mit beiderseits vielen praktischen Möglichkeiten, seine Chancen nicht nutzen, sodass Hasselbach das bessere Ende für sich hatte. Bald darauf musste Mannschaftsführer Schmitt in einer an Pointen reichen Grünfeldindischen Partie gegen Altlußheims Spitzenbrett Uli Stephan die Segel streichen. Angesichts dieses 1:3-Rückstandes ließen wir uns jedoch nicht entmutigen, sondern deuteten mit dem Spruch: „Das machen wir immer so“, an, dass wir nicht das erste Mal in einer solchen Lage waren. Tatsächlich gelang David Sieb in einer clever vorgetragenen Partie gegen Scheck der „Anschlusstreffer“ zum 2:3, bevor Andersch in einem auch von den Kiebitzen verlustig gehaltenen Endspiel eine Remisstellung gegen Hoffmann aufs Brett zauberte. Richtig spannend wurde es dann, als Peter Sieb es schaffte, gegen Prassas in einem nahezu ausgeglichenen Endspiel eine Unachtsamkeit seines Gegners zum forcierten Figurentausch und damit zum 3,5:3,5-Ausgleich zu nutzen. Somit richteten sich alle Augen auf die letzte, noch laufende Partie zwischen Dr. Schubert und Hartmayer. Dr. Schubert war es gelungen im Endspiel mit seinem Turm den gegnerischen Springer am Rande des Bretts verhungern zu lassen. So konnte sich sein König auf die Reise zu den gegnerischen Bauern machen und mit entscheidend ins Spiel eingreifen. Mit sauberer Endspieltechnik konnte die schwarze Majestät im Zusammenspiel mit dem Turm einem Freibauern den Weg zur Verwandlung freimachen. Nach knapp sechs Stunden Spielzeit war damit der 4,5:3,5-Sieg perfekt.
In der Tabelle ist Großsachsen somit auf Platz Acht vorgerückt. Mit sieben Punkten sind wir nur drei Punkte vom Tabellenzweiten Brühl entfernt, was zeigt wie eng es in der Bereichsliga zugeht. Der Anschluss ist damit gewahrt und Großsachen I hält Kurs in Richtung Klassenerhalt.
Großsachsen II weiterhin souverän!
Die zweite Mannschaft wies mit kühler Gelassenheit in der Kreisklasse B den Gegner aus Altlußheim III in die Schranken. Zunächst sollte sich Martin Rickinger gegen Felix Feil behaupten. Ersterer kam wohl nicht richtig aus den Federn, denn nach knapp 10 Zügen sah er sich einem Mattbild gegenüber. Dieser frühe Rückstand wurde durch Ingo Stallknecht gegen Jannik Ziemen ausgeglichen. Er konnte sich sogar erlauben, den Turm einzustellen und dafür enormen Gegendruck aufzubauen, der ins „Arabische Matt“ (Matt mit Turm und Springer) mündete. Jens Schröder hatte gegen Adrian Kalt keine Mühe. Er zog sehr schnell, wobei sich sein Gegner von dieser Eile mitreißen ließ und diesem hohen Tempo durch mehrere Bauernverluste Tribut zollen musste. Diese Führung konnte Mannschaftsführer Mario Sljivac gegen Sandra Koch leider nicht ausbauen. Er fand kein passendes Rezept, um die wichtige Zentralisierung in der Spanischen Partie durchzusetzen. Zudem übersah er eine kleine Kombination, die sehr rasch die Qualität, Bauern und damit die Partie kostete. Somit glichen die Altlußheimer zum 2:2 aus.
Bei den noch ausstehenden zwei Partien konnte sich Mannschaftsführer Sljivac jedoch voll und ganz auf seine Mannschaftskollegen verlassen. Philipp Rieger spielte gegen Marcus Roth lange Zeit eine ausgeglichene Partie. Es gelang ihm jedoch geschickt, einen Bauern einzufangen und diesen bis zum Schluss erfolgreich zu behaupten. Sein ganzes Können und Sitzfleisch zeigte Gunther Kimmig im Spiel gegen Alfred Keller. Letzterer bot ihm sogar Remis an, das zwar auch zum Gesamtsieg gereicht hätte, aber Kimmig wollte mehr und bekam es auch. Die taktisch schön herbeigeführte Stellung wurde mit Mehrbauern belohnt und der Gesamtsieg von 4:2 sichergestellt.
In den restlichen drei Mannschaftskämpfen reichen somit bereits zwei Siege, um als Meister der Kreisklasse B hervorzugehen.
Großsachsen III spielt 2:2 gegen Mannheim
Mit einem passablen 2:2 gegen Tabellenführer Mannheim verkauften sich die Großsachsener Schüler sehr gut. Für Großsachsen spielten Christian Schubert, Sven Raitor, Leon Bergmann und Florian Gutfleisch.
Weinheim, den 02.02.2010
Roland Schmitt
Mannschaftsführer
Bereichsliga / Kreisklasse B am 10.01.2010
Brühl / MA-Sandhofen-Waldhof vs. Großsachsen I / Großsachsen II
Erste Mannschaft im Abstiegskampf, zweite wahrt Tabellenspitze
Stark geschwächt – die beiden Spitzenspieler Peter und David Sieb fehlten – musste Großsachsen I die Reise nach Brühl antreten. Trotzdem ging man optimistisch in diese Begegnung, da der Gegner Tabellennachbar in der unteren Hälfte der Bereichsliga war.
In einem kämpferischen Schlagabtausch ist Laszlo nach zu schnell vorgetragenem Spiel schon bald die Qualität abhanden gekommen und konnte dieses Handicap gegen Kramer nicht wieder wett machen. Schachfreund Legat konnte in einer gut aufgelegten Eröffnung seine Vorteile leider nicht nutzen und musste nach einer Schwerfigurenbelagerung in der f-Linie gegen Drobel die Segel streichen. Trotz geduldig vorgetragenem Angriffsspiel konnte Andersch in seiner vorteilhaften Partie gegen Witzke diesen 0:2-Rückstand nicht verkürzen und musste ins Remis einwilligen. Mit dem gleichen Ergebnis endete die Partie von Dr. Schubert gegen Fellinger in unklarer königsindischer Lage. Inzwischen kämpften die anderen Großsachsener Figurenkünstler hartnäckig, um den nach wie vor bestehenden Zwei-Punkte-Rückstand aufzuholen. Dabei sah sich Werner einem Druckspiel auf den schwarzen Feldern von Hauck ausgesetzt. Garst hatte es mit Triebskorn um einem über 260 DWZ-Punkte stärkeren Gegner zu tun. Doch davon unbeeindruckt servierte er ihm ein Gambit-Angriff auf dem Brett. Mannschaftsführer Schmitt hatte ebenfalls ein DWZ-Schwergewicht, doch konnte er in einer Modevariante der Skandinavischen Verteidigung gegen Blum (DWZ 2015) deutliche Vorteile erspielen, sodass noch nicht alles verloren war. An Brett Acht lieferte Ersatzspieler Rieger eine sehr respektable Partie gegen Heuberger, die er bis ins Endspiel fehlerlos führte und so ein Remis beisteuern konnte. Derweil nahte an Brett 5 die Entscheidung heran als Garsts Angriff allmählich an Schwung verlor und sein Gegner bald einen wichtigen Zentrumsbauer gewann. So wendete sich das Blatt auf dem Brett zu Ungunsten von Garst, der bald aufgeben musste. Damit hatte Brühl uneinholbar 4,5 Punkte erreicht und damit die Niederlage von Großsachsen besiegelt. So wurden die beiden noch laufenden Partien bedeutungslos, so dass beide Bergsträßer Spieler Remis anboten. Der Gegner von Schmitt nahm sofort an, während Werners Gegner ablehnte und seine leichten Vorteile im Angriffsspiel völlig überzog und dadurch den einzigen Großsachsener Einzelsieg an diesem Tag bescherte. Mit dieser 3:5-Niederlage hat Großsachsen mit vier Mannschaftspunkten erstmals die rote Laterne der Bereichsliga übernommen. Bei noch vier ausstehenden Runden ist jedoch noch nichts entschieden, zumal das Feld dicht beisammen ist und der Anschluss an die Nichtabstiegsplätze noch nicht verpasst ist.
SK Großsachsen II weiterhin ungeschlagen an Tabellenspitze !
Nach dem 5. Spieltag der Kreisklasse B konnte die Tabellenführung ausgebaut werden.
Mit leicht gemischten Gefühlen reiste man nach Sandhofen zum Spitzenspiel. Durch eine leicht Ersatz geschwächte Mannschaft wäre man mit einem Remis schon zufrieden gewesen.
Debütant Fabian Rettemeyer konnte durch ein unbesetztes Brett der Heimmannschaft sein Können leider nicht zeigen, und bescherte uns so vor Beginn bereits die Führung.
Diese sollte nach kurzer Spieldauer von Gunther Kimmig gegen Hartmut Bernauer wieder eingestellt sein. In der Italienischen Partie ließ sich Kimmig frühzeitig in ein Mattnetz hineinzwingen aus dem es kein Entrinnen mehr gab. Somit war der Ausgleich hergestellt und alles wieder offen. Große Fortschritte macht weiterhin Ingo Stallknecht. Er knöpfte seinem Gegner Johann Schönhöffer sehenswert die Qualität ab und baute so ein gutes Druckspiel am Königsflügel auf. Glücksgöttin Fortuna schien mit ihm an diesem Tag einen Vertrag geschlossen zu haben, denn sein Gegener hätte ihn einzügig Matt setzen können. Doch dies verpasste er, und so nutzte Ingo seine Möglichkeit zur erneuten Führung. Lange spannend blieb es auch beim Spiel Martin Rickinger gegen Michael Laudenklos. Durch eine Unachtsamkeit ließ Rickinger seinen Turm stehen, der im weiteren Spielverlauf auch Bauern und die Partie kostete – wieder unentschiedener Spielstand. Mario Sljivac hatte einen schlechten Start erwischt. Er stellte unnötig gegen Dr. Joachim Ehrhardt in der Russischen Verteidigung einen Bauern ein. Lange lief er diesem Rückstand hinterher und opferte sogar eine Qualität (Turm gegen Springer) und bekam dafür mehr Raum. Auch zwei Bauern seines Gegners auf der siebten Reihe segneten bereits das Aus. Symbolisch gleicht dies einer 3:0 Führung im Fußball kurz vor Spielende. Nach einer Springergabel mit Turmgewinn bot er seinem Gegner Remis. Dieser lehnte ab und lief kurz darauf wieder in die Gabel hinein. Mit einem etwas glücklichen Sieg führte man so 3:2. Das Spitzenbrett war mit Jens Schröder gegen Armin Kantwerk die längste Partie. Durch eine Unachtsamkeit seines Gegners konnte Schröder eine Qualität erobern. Es folgten noch zwei Mehrbauern. Diesen Materialvorsprung musste er im Endspiel nur abtauschen und sicherte dadurch dem SK Großsachsen nun insgesamt 13 Mannschaftspunkte und ein kleines Polster von 4 Punkten auf den Tabellenzweiten. Die ersten träumen schon vom Aufstieg, dies ist sicherlich berechtigt. Doch mit Lindenhof und Lampertheim stehen uns noch starke Gegner im Weg. Auch das nächste Heimspiel am 31.01.2010 gegen SSC Altlußheim III darf nicht auf die leicht Schulter genommen werden.
Schülerschach
Das Schülertraining findet samstags von 14 – 16 Uhr im Feuerwehrhaus Großsachsen statt.
Schach für Jugend und Erwachsene
Der Spielabend für die älteren Jugendjahrgänge und für die Erwachsenen ist jeweils freitags ab 19.15 Uhr ebenfalls im Feuerwehrhaus Großsachsen.
Jeweils am 1. Freitag eines Monats wird ein Blitzturnier (je 7 Minuten Bedenkzeit) und an jedem 3. Freitag im Monat wird ein Schnellturnier (je 20 Minuten Bedenkzeit) gespielt. An den restlichen Freitagen werden die Partien um die Hirschberger Ortsmeisterschaft ausgetragen. In der Regel ist aber auch hier immer der ein oder andere Spieler spielfrei, so dass für Gäste Spielpartner zur Verfügung stehen.
Infos bei H. Garst, Tel. 06201-56427, E-Mail: h.garst@hotmail.de,
Internet: http://grosssachsen.bsv-schach.de/
Weinheim, den 12.01.2010
Roland Schmitt
Mannschaftsführer
Bereichsliga / Kreisklasse B am 13.12.2009
SK Großsachsen I / II vs. SK Friedrichsfeld / SK Ilvesheim II
Hart umkämpftes Remis gegen Friedrichsfeld
In einem spannungsgeladenen Match gegen Mannheim-Friedrichsfeld konnte der SK Großsachsen bei seinem 4:4-Unentschieden einen wichtigen Mannschaftspunkt retten. Zunächst gab Dr. Schubert ein leicht vorteilhaftes Doppelturmendspiel gegen Pilch Remis. Nach aussichtsreichem Partieverlauf musste Laszlo überraschend seine Niederlage gegen Paulsen quittieren. Der Rückstand vergrößerte sich auf ½:2½, als Mannschaftsführer Schmitt nach überlegenem Planspiel zwar eine klar bessere Stellung erreichte, aber sein Gegner Kiefer auf Zeitüberschreitung reklamierte. Den ersten vollen Punkt für die Bergsträßer steuerte David Sieb bei, der mit den schwarzen Steinen in einem mühevollen Kampf seinen Gegner Egenberger in ein Mattnetz zwingen konnte. Nach einer wechselvollen Partie konnte Garst in einem sehr schweren Endspiel seine Stellung nicht mehr halten, so dass beim Zwischenstand von 1½:3½ die Hoffnungen auf den drei verbliebenen Partien von Peter Sieb, Andersch und Werner lagen. Alle drei hatten lange, zähe Figurenkämpfe bis weit in die zweite Zeitperiode auszufechten. Werner konnte dabei einen Mehrbauer gegen Freund in einem Doppelläuferendspiel sicher verwandeln und so auf 2½:3½ verkürzen. Peter Sieb sah nach zähem Ringen gegen Mader keine Möglichkeit mehr eine Lücke in die geschlossene Bauernformation seines Gegners zu schlagen und willigte ins Remis ein – 3:4. So war es Andersch überlassen, in einem über fünfstündigem Brettmarathon eines Damenendspiels gegen Walter ein Mattnetz zum 4:4 Endstand zu knüpfen. Damit konnte noch ein Mannschaftspunkt gerettet werden, so dass Großsachsen nunmehr mit 4 Mannschaftspunkten auf dem 8. Tabellenplatz (Nichtabstiegsplatz) der Bereichsliga steht.
SK Großsachsen II wieder an der Spitze!
Durch eine stark unterbesetzte Gastmannschaft des SK Ilvesheim II, die mit drei Mann Unterzahl antrat führte man bereits 3:0 vor Spielbeginn. Das sofortige Remisangebot der Gäste und der quasi „geschenkte Sieg“ wies man aus motivierten Spielgründen selbstredend zurück. Mannschaftsführer Mario Sljivac – eigentlich für sehr lange Partien bekannt – hatte es an diesem dritten Advent offensichtlich sehr eilig. Die mangelnde Theoriekenntnis der schottischen Eröffnung seines Gegners bescherte ihm frühzeitig neben zwei Mehrbauern, Springer und Turm mit der Dame auch die stärkste Spielfigur. Drei Mannschaftspunkte und der Gesamtsieg wurden hiermit sichergestellt. Von diesem schnellen Sieg sowie der Aufbruchstimmung offensichtlich angetan, einigten sich seine Kameraden Martin Rickinger und Siegfried Legat mit ihren Gegnern auf ein Remis, das den Endstand von 5:1 darstellte. Das nächste Spitzenspiel am 10. Januar 2010 beim Tabellenzweiten Sandhofen/Waldhof III darf mit Spannung erwartet werden.
Weinheim, den 15.12.2009
Roland Schmitt
Mannschaftsführer
Nikolausturnier am 05.12.1999
vs.
Großer Andrang beim Schülerturnier
Der Saal des Feuerwehrhauses Großsachsen war am Samstag wieder voller Leben. Dieses Jahr folgten 34 junge Schachtalente im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren der Einladung des Schachklubs Großsachsen zum "Nikolausturnier", bei dem sieben Runden nach Schweizer System gespielt wurden.
Die Mütter und Väter, die sicher nicht weniger gespannt das Turnier verfolgten als ihre aktiven Kinder, konnten sich wenigstens bei Kaffee und Kuchen zurücklehnen und das Turniergeschehen genießen.
Bei der Turniereröffnung durch den Schachklub-Vorsitzenden Hermann Garst wurden die Kinder noch auf ein paar Turnierregeln aufmerksam gemacht. Dann ging es los für die Kinder, die aus allen Bergstraßengemeinden von Schriesheim bis Hemsbach und auch aus Mannheim angereist waren.
Nach dreieinhalb Stunden Turnierdauer belegten Sven Raitor (Leutershausen) und Lukas Rößler (Hohensachsen) punktgleich den ersten Platz. Sven Raitor hatte zwar die bessere Buchholz-Wertung, aber es wurde vorher vereinbart, dass bei Punktgleichheit von zwei Spielern ein Stechen über max. 3 Blitzpartien erfolgt. In diesem Stichkampf konnte sich Lukas Rößler durchsetzen und bei der anschließenden Siegerehrung den Siegerpokal in Empfang nehmen. Sven Raitor bekam somit den Pokal für den zweiten Platz. Auf den Plätzen drei bis sechs landeten punktgleich Leon Bergmann (Leutershausen), Ebbo Krahmer (Hohensachsen), Florian Gutfleisch (Großsachsen) und Kaan Firat (Hemsbach). Hier entschied die Buchholz-Wertung, wonach Leon Bergmann den dritten Siegerpokal in Empfang nehmen konnte. Ebbo Krahmer, Florian Gutfleisch und Kaan Firat wurden für ihre Plazierungen vier bis sechs mit Urkunden geehrt und erhielten jeweils ein Mini-Schachspiel als Preis. Der Pokal für das beste Ergebnis unter den Mädchen wurde Christina Krauch (Leutershausen) überreicht. Christina erreichte bei der Gesamtwertung einen guten 9. Platz, der aber punktgleich mit Platz sieben war. Den zweiten Mädchen-Preis (Mini-Schachspiel) erhielt die erstmals angetretene Britta Stallknecht (Großsachsen). Lea Dörsam (Leutershausen) war bei den Mädchen am drittbesten plaziert.
Bevor es nach Hause ging, bekam jedes teilnehmende Kind als Präsent noch einen Nikolaus.
Nach der schon guten Turnierbeteiligung von 20 Kindern im letzten Jahr konnte die Teilnehmerzahl mit 34 Kindern noch mal erheblich gesteigert werden. Der Schachklub Großsachsen wird dieses beliebte Schachturnier für Schüler auch nächstes Jahr wieder in der Vorweihnachtszeit ausrichten.




Weinheim, den 07.12.2009
Hermann Garst
1. Vorstand
Bereichsliga, Kreisklasse B+C am 22.11.2009
Laudenbach / Viernheim / Altlußheim vs. Großsachsen I / II / III
Großachsen I verliert knapp gegen Laudenbach
Mit Rückenwind aus der letzten Verbandsrunde, als man dem Titelaspiranten Mannheim-Lindenhof überraschend eine Niederlage beibrachte, reisten die Großsachsener Schachzauberer erwartungsvoll nach Laudenbach. Nach großenteils hart umkämpften Partien verlor Großsachsen I in der Bereichsliga jedoch knapp mit 3,5:4,5 gegen Laudenbach.
Dabei sah es anfangs noch recht vielversprechend aus. Nach frühen Remis durch Roland Schmitt gegen Christian Schmitt und Andersch gegen Gimm konnte Werner nach zunächst ausgeglichenem Spielverlauf ein Turmendspiel mit Mehrbauer gegen Diehlmann sicher zum Sieg verwerten. Diese Führung konnte mit einem dem Partieverlauf gerechten Remis durch Dr. Schubert gegen Brandmüller gehalten werden. Der heißeste Figurenkampf tobte derweil an Brett 7 zwischen Garst und dem Laudenbacher Bender. Garst setzte zu einem publikumswirksamen Angriff an, in dessen kuriosen Verlauf jedoch nicht der Angreifer, sondern der Verteidiger zwei Figuren opferte. Die Vorzeichen kehrten sich plötzlich um, und es wurde offenbar, dass Garst seinem tapferen König zu viel zumutete und am Ende mit einer Bauerngabel zusammen mit der Dame aufgespießt wurde. Damit konnte Laudenbach zum 2,5:2,5 ausgleichen. Der Großsachsener Jugendspieler Stallknecht zeigte bei seinem Einstand in der ersten Mannschaft eine gute, kämpferische Partie, in der er nach Qualitätsverlust im Mittelspiel seine Möglichkeiten für sein Läuferpaar auslotete und sich erst nach langem Kampf dem erfahrenen Laudenbacher Schachfreund Scheuermann geschlagen geben musste. Somit führten die Laudenbacher erstmals, doch Hoffnung keimte auf, als es David Sieb gegen Ploß gelang, mit Tiefenblick einen Plan zur Öffnung einer geschlossenen Stellung zu finden, in die sein Turmpaar mit Siegesmarsch eindringen konnte. Dies stellte den 3,5:3,5-Ausgleich her, und so musste die letzte noch laufende Partie zwischen Peter Sieb und Thorsten Kolb entscheiden. Nach knapp fünf Stunden Spielzeit, in der Sieb alles aufbot, um eine Stellung mit Minusqualität zu halten, musste er die Segel streichen.
Mit dieser knappen 3,5:4,5-Niederlage steht Großsachsen I zwar auf dem achten Tabellenplatz der Bereichsliga, doch das Feld ist dicht zusammen und die Kampfmoral der Mannschaft zeigt deutlich, dass hier „Luft nach oben“ ist.
Großsachsen II verschenkt Tabellenführung
Mit einer recht hohen Erwartungshaltung reiste die zweite Mannschaft des SK Großsachsen als Tabellenführer der Kreisklasse B nach Viernheim. Als einziger kann Philipp Rieger noch eine weiße Weste vorzeigen. Gekonnt ließ er in seinem Vierspringerspiel die Pferde tanzen und brachte nach 103 Zügen (!) den Punkt ins Trockene. Das Remis von Routinier Sigfried Legat gegen einen nominell stärkeren Gegner ließ aufhorchen. Schmerzliche Niederlagen mussten hingegen Martin Rickinger und Gunther Kimmig hinnehmen, deren Kontrahenten taktische Möglichkeiten mit Figurenmehrheit eiskalt ausnutzten. Jens Schröder luchste geschickt seiner Gegnerin einen Turm ab und glich damit den Punktestand aus. Wieder einmal hing der seidene Faden an Mannschaftsführer Mario Sljivac. In der Marathonpartie von knapp viereinhalb Stunden hatte er nicht nur mit den Figuren, sondern auch mit dem Regelverständnis seines Gegners zu kämpfen. In der spanischen Abtauschvariante reichte ihm ein Mehrbauer im Turmendspiel leider nur zu einem Remis. Dadurch konnte die Spitze der Tabelle nicht gehalten werden. Es gilt also ein Neuangriff auf die alte Position beim nächsten Gegner SK Ilvesheim II wieder herzustellen.
Großsachsen III – Altlußheim IV 2:2
In der Kreisklasse C konnte die dritte Mannschaft von Großsachsen ihren ersten Mannschaftspunkt einfahren. Die Brettpunkte erspielten Christian Schubert mit einem Sieg sowie der frisch gebackene U10-Bezirksjugendmeister Ebbo Krahmer und Sven Raitor jeweils mit einem Remis.
Weinheim, den 26.11.2009
Roland Schmitt
Mannschaftsführer
Bereichsliga / Kreisklasse B am 25.10.2009
Großsachen I / II vs. Mannheim Lindenhof II / Hemsbach
David schlägt Goliath - Sensationssieg gegen Titelaspirant! Zweite erobert Tabellenführung !
Ungläubig blickte Mannschaftsführer Schmitt nach dem sensationellen Matchgewinn im Auswärtsspiel gegen den Titelfavoriten Mannheim-Lindenhof auf den Meldebogen: Vier Mal hintereinander war dort die Eins für die Siege an den ersten vier Brettern des SK Großsachsen notiert! Dabei sind die Mannheimer, die in der vergangenen Saison noch in der Landesliga spielten, mit einer Mannschaft angetreten, die 100 Wertungspunkte mehr als Großsachsen aufwies und so die Größenverhältnisse in der Bereichsliga deutlich machte. Doch dass hier Titelfavorit gegen Abstiegskandidat spielte war von Beginn an nicht zu erkennen! Rüdiger Andersch wurde mit den schwarzen Steinen zunächst in die Enge getrieben. Doch das durch Übermut nachlässige Spiel seines Kontrahenten wurde von Andersch sofort bestraft. Nachdem David Sieb seinen Gegner in eine Variante locken konnte, die er in seinem „Schachlabor“ ausführlich getestet hatte, stand es nach gerade mal einer Stunde Spielzeit schon 2:0 für Großsachsen. Eine Sensation bahnte sich an. Doch Garst, der eine Bauerngabel übersah und Laszlo in unhaltbarer Stellung mussten das bessere Spiel ihrer um über 200 DWZ-Punkte stärkeren Gegner anerkennen. Nach diesem 2:2-Ausgleich sorgten Dr. Schubert und Werner mit ihren sicheren Remispartien für den 3:3-Zwischenstand. In dieser Phase bot in deutlich vorteilhafter Stellung Mannschaftsführer Schmitt ein taktisches Remis an, weil er sah, dass sein Mannschaftskamerad Peter Sieb eine Siegstellung auf dem Brett hatte. Das Angebot lehnte Schmitts Gegner Forsch ab und musste zusehen wie Sieb in einem sehenswerten Schlussangriff den Führungspunkt für Großsachsen sicherstellte. Der Druck auf Schmitts Gegner wurde zusätzlich durch die beginnende Zeitnotphase noch stärker, so dass er bald einen kapitalen Fehler beging und die Sensation perfekt war!
Durch diesen 5:3-Erfolg ist die Auftaktniederlage wett gemacht und der erste Grundstein für den Klassenerhalt in der Bereichsliga gelegt. Einstellung, Teamgeist und Spielmoral sind optimal verbunden, so dass der SK Großsachsen noch für so manche Überraschung sorgen dürfte!
SK Großsachsen II erobert nach dem zweiten Spieltag der Verbandsrunde in der Kreisklasse B die Tabellenspitze.
Mit einer spielstarken Besetzung feierte die zweite Mannschaft den 4,5 zu 1,5 Sieg gegen den Schachklub Hemsbach. Gleich zu Beginn der Partien lieferte Ingo Stallknecht einen Einstand nach Maß, indem er nach knapp vierzig Minuten seinen Gegner kurzerhand matt setzte und Großsachsen II bereits früh in Führung brachte. Zu diesem Zeitpunkt eine beachtliche Leistung, zumal an den anderen Brettern erst wenige Züge aus der Eröffnung heraus gespielt waren. Anschließend remisierte Jens Schröder durch eine dreimalige Stellungswiederholung mit einem Minusbauern, so dass dies ebenfalls zufriedenstellend war. Mit einer guten und kämpferischen Leistung überzeugte wieder Philipp Rieger, der mit Materialgewinn seinen Gegner in die Schranken wies und den Vorsprung auf 2,5 zu 0,5 ausbaute. Rechnerisch benötigte man so nur noch einen Punkt zum Sieg. Diesen sollte dann Gunther Kimmig mit einer Leichtfigurenmehrheit herbeiführen. Das meiste Sitzfleisch bewies einmal mehr Mannschaftsführer Mario Sljivac. In einer für diese Spielklasse wohl ungewöhnlich langen Spieldauer von über vier Stunden zeigte er seinem Gegner die taktischen Feinheiten der Damenindischen Verteidigung, eroberte einen Mehrbauer und eine Leichtfigur. Den Ehrentreffer für Hemsbach überließ Martin Rickinger in einer äußerst vorteilhaften Stellung, die er leider nicht ausnutzen konnte.
Die dritte Runde wird am 22.11.09 gespielt. Hier wird die erste Mannschaft in der Bereichsliga gegen SK Laudenbach antreten, der in der Tabelle mit 3 Mannschafts- und 8 Brettpunkten gleich auf mit Großsachen auf dem 5./6. Tabellenplatz liegt. Die zweite ist in der Kreisklasse B zu Gast in Viernheim, während die dritte in der Kreisklasse C nach Altlußheim reisen wird.
Weinheim, den 26.10.2009
Roland Schmitt
Mannschaftsführer
Bereichsliga, Kreisklasse B, Kreisklasse C am 11.10.2009
SK Großsachsen I/II/III vs. Chaos Mannheim II / SV Hockenheim IV / SK Laudenbach II
Premiere zum Saisonstart
Am vergangenen Sonntag begrüßten die Großsachsener Schachfreunde drei Gastvereine aus Mannheim, Hockenheim und Laudenbach im Feuerwehrhaus, was eine historische Premiere darstellt. Denn zum ersten Mal in der 43jährigen Vereinsgeschichte schickt der Schachklub Großsachsen gleich drei Teams in die Mannschaftsmeisterschaften des Schachbezirks Mannheim.
Dabei hatte es die erste Mannschaft in der Bereichsliga mit den leicht favorisierten Figurenkünstlern von Chaos Mannheim zu tun. Diese hatten zunächst keine Mühe ihrer Rolle gerecht zu werden, sodass die Bergsträßer nach einer Stunde durch Niederlagen der Schachfreunde Werner und Legat 0:2 zurück lagen. Für den ersten halben Punkt sorgte dann Schachfreund Schubert, der nach einer stellungsgerechten Abwägung das Remisangebot seines Gegners annahm. Brettkünstler Laszlo profitierte nach eher kritischem Spielverlauf von einem einzügigen Turmverlust seiner Gegnerin, sodass er auf 1,5:2,5 verkürzen konnte. In dieser Phase bekam Routinier Andersch ebenfalls ein Remisangebot, was er angesichts eines „toten“ Läuferendspiels annahm – 2:3. Durch eine Ungenauigkeit in der Eröffnung kam David Sieb unter Druck, den er bis ins Endspiel nicht mehr abschütteln konnte und folglich die Niederlage quittieren musste. Sein Bruder Peter Sieb erkannte mit Adlerblick die positionellen Schwächen in der Partieanlage seines Gegners und nutzte Zug um Zug um schließlich ein nicht mehr abwehrbares Matt auf dem Brett zu zelebrieren. Damit verkürzte er auf 3:4, so dass alles auf die letzte noch laufende Partie von Mannschaftsführer Schmitt ankam. Mit scharfem Angriffsspiel versuchte er die ruhige, geschlossene Partieanlage seiner Gegnerin auszuhebeln. Dabei scheute er nicht vor einem Springeropfer zurück, das ihm sehr gute praktische Chancen bot. In Zeitnot geraten übersah er jedoch einen einfachen Gewinnzug und musste nach langem Kampf doch noch der Gegnerin zum Sieg gratulieren. Das bedeutete zwar eine 3:5-Auftaktniederlage, doch mit dem gezeigten Kampfgeist ist der SK Großsachsen für den harten Wettbewerb um den Klassenerhalt bestens gerüstet.
Gelungener Auftakt für die zweite Mannschaft
Am ersten Spieltag konnte die zweite Mannschaft in der Kreisklasse B gegen die SV Hockenheim IV die ersten Punkte einfahren. Verheißungsvoll nahm Philipp Rieger im Vierspringerspiel seinen Gegner in die Zange und ließ diesem als erster keine Chance. Jens Schröder am ersten Brett hatte einen Qualitätsverlust zu erleiden, der in der Folge nicht mehr wettzumachen war. Anschließend überraschte Martin Rickinger mit einem fulminanten Springeropfer, wodurch er jederzeit klar besser stand und erst im Endspiel die Initiative dem Gegner überließ. Durch einen kampflosen Sieg von Ingo Stallknecht stand es daher unentschieden. Einen gelungenen Einstand feierte Gunther Kimmig, der im Laufe der Partie immer mehr die Oberhand gewann, die er bis ins Ziel behielt. Mannschaftsführer Mario Sljivac hatte in der Spanischen Partie keine Mühe und eroberte früh einen Bauern plus Leichtfigur – Endstand 4:2 für den SK Großsachsen.
Die dritte Mannschaft hatte als reine Schülermannschaft in der Kreisklasse C gegen die erwachsenen Schachfreunde aus Laudenbach einen erwartet schweren Stand. Das Ergebnis von 0:4 ist daher zweitrangig, geht es doch hier darum die ersten Erfahrungen mit Turnierwettbewerb zu sammeln.
Die zweite Runde am 25.10.09 wird die erste Mannschaft bei den Schachfreunden Mannheim-Lindenhof antreten, während die zweite nach Hemsbach zum Auswärtsspiel fährt. Die dritte Mannschaft ist spielfrei und tritt erst zur dritten Runde am 22.11.09 in Altlußheim wieder an die Bretter.
Weinheim, den 12.10.2009
Roland Schmitt
Mannschaftsführer
Zum Saisonstart am 11.10.2009
SK Großsachsen I+II+III vs. Chaos Mannheim II / Hockenheim IV / Laudenbach II
SK Großsachsen im Aufwind
Gut aufgestellt geht der Schachklub Großsachsen in die neue Saison
Nach zwei Aufstiegen innerhalb der letzten drei Jahre spielt der Traditionsverein nach 19 Jahren Abstinenz und zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte überhaupt wieder in der Bereichsliga. Neben diesem rein sportlichen Erfolg können sich die Mitglieder aber auch über einen enormen Zulauf erfreuen. Nachdem man in der vergangenen Spielzeit lediglich neun Spieler auf der Rangliste platzieren konnte, steht dem Verein nunmehr ein Spielerpool von 23 Schachfreunden zur Verfügung.
Diese Erfolgsgeschichte ist vor allem vor dem Hintergrund kontinuierlicher Vereins-, Jugend- und Schülerarbeit zu sehen, die sich der Schachklub Großsachsen auf seine Fahnen geschrieben hat. Dank der in jeder Hinsicht rekordverdächtigen Mitgliedersteigerung startet der Schachklub Großsachsen am kommenden Sonntag, 11. Oktober mit drei Mannschaften – ein Novum in der Vereinsgeschichte – in die neue Saison.
Für die erste Mannschaft werden dabei die Trauben in der Bereichsliga sehr hoch hängen, so dass der Klassenerhalt das große, aber nicht unmögliche Saisonziel ist. Die zweite Mannschaft, in der vor allem die Neulinge ihre ersten Erfahrungen im Turnierwettbewerb sammeln werden, spielt in der Kreisklasse B. In der dritten Mannschaft werden unsere kleineren Schachfreunde als „Schülermannschaft“ des SK Großsachsen in der Kreisklasse C auf Punktejagd gehen.
Schülerschach:
Am 10.10.09 Schach-Schülertraining,
am 17.10.09 Schach-Schülertraining,
am 24.10.09 Wertungsturnier für Oktober,
am 31.10.09 Schach-Schülertraining.
Alles findet jeweils samstags von 14 - 16 Uhr im Feuerwehrhaus Großsachen statt.
Weinheim, den 09.10.2009
Roland Schmitt
Mannschaftsführer
Bezirksklasse am 05.04.2009
SK Großsachsen vs. SC Sandhofen-Waldhof II
Neuer Bezirksklassenmeister schlägt Sandhofen-Waldhof knapp !
Mannschaftsführer Roland Schmitt durfte zum Saisonabschluss nicht nur die Gäste aus Sandhofen-Waldhof begrüßen. Auch Bürgermeister Manuel Just ließ es sich nicht nehmen beim letzten Heimspiel des SK Großsachsen vorbei zu schauen und dem neuen Bezirksklassenmeister zum Aufstieg zu gratulieren.
Nachdem die Mannschaftsaufstellungen bekannt gegeben waren, hatten die Freundlichkeiten ein Ende und der Ernst des Spiels begann auf den Brettern, die für Schachspieler „die Welt“ bedeuten. Da der Aufstieg bereits im letzten Rundenspiel gesichert wurde, schöpften einige Großsachsener Figurenkünstler nicht ihr volles Potential aus und einigten sich mit ihren Gegnern mehr oder weniger bald auf Remis. Nachdem Rüdiger Andersch, Hermann Garst, David Sieb und der seinen Einstand gebende Dr. Dirk Schubert die Punkte teilten, musste Gyorgy Laszlo in bedrängter Lage die Segel streichen. Da auch an den restlichen Brettern die Dinge nicht verheißungsvoll standen, sah es zunächst beim Stand von 2:3 nicht besonders gut für die Bergsträßer aus. Doch schon bald wurde klar, dass die ersten drei Bretter – Schmitt, Sieb und Werner – ihre Gegner im Griff hatten. Mannschaftsführer Schmitt stellte den Ausgleich her. In einer mustergültigen Partie schlug er das klassische Grünfeld-Kapitel „Bauernopfer für Entwicklungsvorsprung“ auf und brachte seinem Gegner so eine Lehrstunde auf den 64 Feldern bei. Den Führungspunkt erzielte Peter Sieb, der mit den weißen Figuren seinen Kontrahenten von Anfang an in die Enge trieb. So konnte er eine eindrucksvolle Bauernphalanx inklusive Freibauer aufbauen, die den schwarzen Figuren die Luft zum Atmen nahm. Nach Qualitätsverlust und naher Bauernumwandlung gab sein Gegner auf – 4:3 für Großsachsen. In der letzten Partie des Tages konnte Alfons Werner einmal mehr sein Lieblingsthema Caro-Kann behandeln. Geduldig wie es der Eröffnung und dem Spielstil des Routiniers entspricht baute er sich Zug für Zug seine kleinen Vorteile auf. Schließlich konnte er in ein Turmendspiel mit Mehr- und Freibauer abhandeln. Derweil wurden die ersten Gläser Aufstiegssekt an die fertigen Spieler verteilt. Alfons Werner machte daraufhin von seiner stoischen Geduld eine Ausnahme, verzichtete auf Gewinnversuche und willigte zum Schlussstand von 4,5:3,5 ins Remis ein.
Mit diesem Schlusssieg und dem zweiten Aufstieg innerhalb von drei Jahren verabschiedet sich der SK Großsachsen in die Saisonpause. Vor zwei Jahren stieg unser Schachklub von der Kreisklasse A in die Bezirksklasse auf. In der neuen Saison, die am 11. Oktober beginnt, werden wir nach 19 Jahren Abstinenz erstmals wieder in der Bereichsklasse spielen.
Abschließend möchte ich mich bei allen Spielern für das gute Teamwork und den motivierenden Zusammenhalt bedanken! Darin eingeschlossen sind auch ausdrücklich alle Ersatzspieler/Einsteiger! Es hat Spaß gemacht und ich freue mich schon auf die nächste Saison!
Weinheim, den 09.04.2009
Roland Schmitt
Mannschaftsführer
Bezirksklasse am 22.03.2009
Rot-Weiß Mannheim vs. SK Großsachsen
Aufstieg in die Bereichsklasse perfekt !
Bereits einen Spieltag vor Saisonende steht der SK Großsachsen als Aufsteiger in die Bereichsklasse fest! Dieser Aufstieg hat historische Bedeutung, denn zum letzten Mal gelang den Bergsträßern dieses Kunststück vor 19 Jahren! Für den Schachklub ist dies nach 1977/78 und 1989/90 erst der dritte Aufstieg überhaupt in diese Spielklasse!
Ein letztlich klarer 5,5:2,5-Erfolg bei Rot-Weiß Mannheim war der Grundstein für den SK Großsachsen. Mit 19 Mannschaftspunkten und rekordverdächtigen 43,5 Brettpunkten sicherte sich der SK Großsachsen vorzeitig die Bezirksklassen-Meisterschaft.
Zum Spielverlauf: An Brett 1 vertrat Peter Sieb den ausgefallenen Mannschaftsführer Roland Schmitt. Mit den weißen Steinen behielt Sieb ständig den größeren Aktionsradius auf dem Brett. Schließlich ließ er sich überlegt auf eine dreimalige Stellungswiederholung und damit auf ein mannschaftsdienliches Remis ein, nachdem er sich vorher von den insgesamt positiven Stellungen an den anderen Brettern überzeugt hatte. Alfons Werner an Brett 2, ein ausgefuchster Caro-Kann-Kenner, ließ seinen Gegner ins offene Messer laufen. Er wartete im Nimzowitsch-System geduldig auf den entscheidenden Fehler seines Kontrahenten. Drei Züge nach einer fatalen Zentrumsöffnung ließ er Turm und Läufer seines Gegners ins Kästchen wandern – ein typischer Werner-Sieg. Rüdiger Andersch kam mit der Eröffnungsbehandlung seines Gegner zunächst gar nicht zurecht. Dieser opferte durch seinen erheblichen Stellungsvorteil ermutigt, zwei Bauern. Durch umsichtiges Spiel konnte Routinier Andersch den Spieß jedoch noch herum drehen und die zwei Mehrbauern in einen Sieg verwandeln. David Sieb an Brett 4 konnte mit den schwarzen Steinen in einer ihm weniger vertrauten Eröffnung gutes Spiel erlangen. Jedoch musste er dem hohen Verbrauch seiner Bedenkzeit Tribut zollen. Nach einem ungünstigen Figurenabtausch kam er in Zeitnot und konnte seine zusehends schlechter werdende Stellung nicht mehr ins Remis retten.
An Brett 5 führte der in bestechender Form aufspielende Hermann Garst einen sehr überzeugenden Start-Ziel-Sieg vor. Er ließ seinen Gegner über die gesamte Partie nie ins Spiel kommen, übte nach überlegener Zentrumsbeherrschung so viel Druck aus, dass er Qualität und einen Bauer gewann, um schließlich über die geöffnete f-Linie in die gegnerische Stellung entscheidend einzudringen. Eine Gewinnpartie für das Lehrbuch! Am Nebenbrett gelang es Gyorgy Laszlo seinen Gegner in falscher Sicherheit zu wiegen. Nach einem zunächst wechselvollen Verlauf konnte sein Gegner zwar drei Mehrbauern ergattern. Doch Laszlo griff in die Trickkiste und wob mit seinem Turm ein schönes Mattnetz, in dem sich sein Gegner verfing. An den letzten beiden Brettern hatten Martin Rickinger und Philipp Rieger ihr Debüt. Rickinger spielte vorsichtig nach vorne und konnte seinen passiven Gegner überlisten – ein Einstand nach Maß! Rieger erspielte sich nach langem Partieverlauf einen schönen Vorteil, konnte das remisverdächtige Turmendspiel jedoch nicht halten.
Das letzte Spiel der Saison ist ein Heimspiel. Der SK Großsachsen spielt am 05.04.09, 10:00 Uhr im Feuerwehrhaus gegen den lange Zeit in Front liegenden SC Sandhofen-Waldhof. Die offizielle Meisterschaftswürde wird den Großsachsenern zwar erst im September auf der Bezirksversammlung verliehen, doch dürfte im letzten Rundenspiel der Sekt bereits kalt gestellt sein.
Weinheim, den 23.03.2009
Roland Schmitt
Mannschaftsführer
Bezirksklasse am 08.03.2009
SK Mannheim III vs. SK Großsachsen
Klarer Favoritensieg gegen SK Mannheim III
Mit einem ungefährdeten 6,5:1,5-Sieg gegen die dritte Mannschaft des SK Mannheim verteidigt der SK Großsachsen erfolgreich die Tabellenspitze und biegt auf die Zielgerade dieser Saison ein. In den zwei verbleibenden Spielrunden hat der SK Großsachsen damit die Chance, den Aufstieg in die Bereichsliga perfekt zu machen.
Einzig Mario Sljivac ließ den Mannheimern einen vollen Punkt zukommen, als er in der Eröffnung eine Figur verlor und diesen Nachteil trotz engagierten Spiels nicht mehr wett machen konnte. Doch schon bald sorgte Routinier Rüdiger Andersch für den Ausgleich, in dem er seinem jungen Kontrahenten nachwies, dass dessen wilder Angriff auf tönernen Füßen stand. Für die 2:1 –Führung zeichnete ich verantwortlich. Meine Gegnerin konnte zwar einen imposanten Springer auf d5 postieren, doch im Zuge eines mächtigen Mattangriffs fiel der stolze Rappe und in der Folge die Königsstellung zusammen. Auf 4:1 erhöhte Gyorgy Laszlo, der eine Figur für vier Bauern gab. Gegen seine mächtige Bauernphalanx fand sein Gegner, der bisher jede seiner Partien gewinnen konnte, kein Gegenmittel und gab auf.
Als nächstes bewies Hermann Garst einmal mehr, warum er zu den Top-Spielern (5,5 Punkte aus 6 Partien) der Bezirksklasse zählt. Mit den schwarzen Steinen ließ er seinen Gegner am Königsflügel mit den Bauern vorkommen, um dann zielsicher die entstandenen Schwächen zum Eindringen seiner Leicht- und Schwerfiguren auszunutzen – 5:1. Alfons Werner nahm in seiner Partie seinem Gegner schon in der Eröffnungsphase zwei Bauern ab und konnte seinen zunächst bestehenden Entwicklungsnachteil ohne größere Mühe in ein gewonnenes Turmendspiel zum 6:1 umwandeln. Peter Sieb lag mit den schwarzen Steinen positionell immer einen Tick vorne, vermochte es dieses Mal nach überstandener Zeitnotphase jedoch nicht diesen kleinen Vorteil in einen Sieg umzumünzen und musste sich mit Remis zufrieden geben. Den Schlusspunkt setzte David Sieb, der in der Caro-Kann-Variante zunächst einen Bauern gewann. Nachdem sich schließlich ein zweiter Mehrbauer dazugesellte, konnte er mühelos das entstandene Turmendspiel zum 6,5:1,5-Endstand nach Hause fahren.
Weinheim, den 09.03.2009
Roland Schmitt
Mannschaftsführer
Bezirksklasse, 6. Runde am 08.02.2009
SK Großsachsen vs. SK Neckarhausen
SK Großsachsen neuer Spitzenreiter !
Gegen Neckarhausen gab es das erwartet schwere Spitzenspiel. Wir sahen die Chancen für einen Sieg bei 50:50. Entsprechend eng wurde es auch. Im kürzesten Mannschaftskampf der Saison über nur 3,5 Stunden zeigte Großsachsen letztendlich mehr Biss und siegte knapp mit 4,5:3,5. Damit übernahmen die Bergsträßer drei Spieltage vor Saisonende die alleinige Tabellenführung mit nunmehr 13 Mannschaftspunkten vor Sandhofen-Waldhof mit 11 Punkten.
Den Auftakt machte David Sieb, der in der Sizilianischen Verteidigung seinem Gegner durch einen mächtigen Zentrumsvorstoß eine Figur abnahm und trocken in ein klar gewonnenes Endspiel einlenkte. Gyorgy Laszlo hatte in einer geschlossenen Stellung Aussichten in Vorteil zu kommen, konnte schließlich aber keinen Gewinnweg finden und willigte ins Remis ein. Unser Top-Scorer Hermann Garst (5,5 Punkte aus 6 Partien!) stiftete mit einem mutigen Randspringer und dem zweiten Schimmel im Lager seines Gegners große Verwirrung, so dass dieser nach Qualitätsverlust aufgab. Rüdiger Andersch hatte es mit dem starken Mannschaftsführer von Neckarhausen zu tun. Zunächst standen seine Figuren etwas unglücklich, doch im Laufe der Partie gelang es ihm in beeindruckender Weise den gegnerischen König mit Turm, Springer und Läufer in ein nicht mehr entrinnbares Mattnetz zu zwingen. Mit dieser psychologisch wertvollen 3,5:1,5-Führung im Rücken konnten wir ohne größere Mühen den noch fehlenden Punkt aus den restlichen vier Partien holen.
Seinen Einstand feierte Mario Sljivac, der am achten Brett einen Bauern im Damengambit anbot. In der Folge gelang es seinem Gegner nicht nur den Bauern zu halten, sondern auch das Spiel auf dem Damenflügel mehr und mehr zu beengen. Marios Versuch, sich mit einem Figurenopfer zu befreien schlug fehl. Auch Alfons Werner gelang es dieses Mal nicht, sich aus den Fängen eines schweren Angriffes seines Gegners zu befreien. Nach einer Abwicklung sah er sich in einem aussichtslosen Turmendspiel wieder und gab auf. Spielstand nun 3,5:2,5 für Großsachsen. An den beiden Spitzenbrettern hatten sowohl Peter Sieb als auch ich gute Aussichten auf Erfolg. Ich hatte im Endspiel einen Bauern mehr und konnte meinen Gegner mit einem gefährlichen Freibauern bei Bedarf noch lange „massieren“. Daher machte er mir ein Remisangebot, was ich zunächst unbeantwortet stehen ließ. Nachdem Peter am Nebenbrett es nicht gelang, die entscheidende Lücke in der Mauerstellung seines Gegners aufzureißen, bot er im Endspiel Remis an, was sein Gegner überraschenderweise annahm. So war es ein Leichtes das nach wie vor gültige Remisangebot meines Gegners ebenfalls anzunehmen und damit den Sieg sicher zu stellen.
Wer Interesse hat, unsere Mannschaft beim königlichen Spiel zu „testen“, ist herzlich eingeladen zu kommen. Wir treffen uns jeden Freitag zum Spielabend (19:30 bis 23:00 Uhr) im Feuerwehrhaus Großsachsen.
Außerdem bieten wir für Schüler jeden Samstag Schülertraining von 14 bis 16 Uhr ebenfalls im Feuerwehrhaus Großsachsen an. Einmal im Monat wird ein Wertungsturnier gespielt. Infos bei: H. Garst Tel.: 06201-56427 oder e-mail: h.garst@hotmail.de
Weinheim, den 10.02.2009
Roland Schmitt
Mannschaftsführer
Bezirksklasse, 5. Runde am 11.01.2009
SV Hockenheim III vs. SK Großsachsen
Großsachsen weiter auf Aufstiegskurs
Die Erwartungen waren gemischt, als wir am gestrigen Sonntag nach Hockenheim fuhren. War doch die SV Hockenheim mit gleicher Punktzahl wie Großsachsen unmittelbarer Verfolger und galt als eine der besten Mannschaften in der Bezirksklasse. Die Mannschaftsaufstellung wies durch den DWZ-Schnitt Hockenheim zudem als klaren Favoriten aus.Doch zum wiederholten Male boten die Großsachsener Schachkünstler „großes Kino“ und brachten mit einem hohen 6:2-Sieg eine neuerliche Überraschung zustande.
Den Beginn machte dabei Brett 3, an dem Alfons Werner mit den weißen Steinen einen mit taktischen Finessen gespickten, makellosen Start-Ziel-Sieg hinlegte, der für die Kiebitze ein wahrer Augenschmaus war. Mit dieser Führung im Rücken spielte Gyorgy Laszlo groß auf, drückte mit dem weißen Anzugsvorteil seinen Gegner langsam aber sicher in die Passivität und konnte mit einem taktischen Kabinettstück die 2:0-Führung herstellen. An Brett 2 stand mittlerweile Peter Sieb auf verlorenem Posten. Ihm unterlief das Missgeschick in der Eröffnung die Zugreihenfolge verwechselt zu haben. Nach dieser Verkürzung auf 2:1, einigte man sich an Brett 8 auf Remis. Dort spielte Jens Schröder eine sehr solide Partie mit den schwarzen Steinen, so dass der Gegner keinen rechten Angriffsplan ersinnen konnte. So war die Punkteteilung die logische Folge – Stand damit 2½:1½. Das zweite Remis dieses Mannschaftskampfes steuerte ich an Brett 1 bei. Ich versuchte zwar ein Angriffsspiel aufzubauen, doch der nominell stärkste Spieler der Hockenheimer machte alle Pläne zunichte, so dass das Remis auch hier gerecht war – Zwischenstand nun 3:2.
Nun folgte ein Doppelschlag! Zunächst war es Hermann Garst an Brett 6, der mit Minderqualität eine Unaufmerksamkeit seines Gegners mit einem vergifteten Bauern zielsicher bestrafte und den alten 2-Punkte-Vorsprung wieder herstellte. Wenig später erhöhte an Brett 5 David Sieb mit einer tadellos von der Eröffnung weg überlegen vorgetragenen Partie gar auf 5:2. Den Schlusspunkt setzte unser erfahrener Spieler Rüdiger Andersch an Brett 4, der bereits zu Beginn der Partie schulbuchmäßig die schwachen schwarzen Felder in der Französischen Eröffnung seines Gegners besetzte, zwei Mehrbauern einheimste und diesen Vorteil trotz langer Gegenwehr konzentriert und sicher nach Hause fuhr.
Mit diesem auch in dieser Höhe verdienten 6:2-Sieg bleibt der SK Großsachsen weiterhin auf Aufstiegskurs! Mit nunmehr 10 Mannschaftspunkten und 27 Brettpunkten – dem besten „Torverhältnis“ in der Bezirksklasse – haben wir auf dem 2. Tabellenplatz sehr gute Aussichten!
Am 08.02.09 empfangen wir zu Hause mit dem SK Neckarhausen einen direkten Verfolger der Spitzengruppe. Zu diesem mit Spannung erwarteten Spitzenspiel der Bezirksklasse sind wieder alle interessierten Freunde des königlichen Spiels eingeladen. Spielbeginn ist 10 Uhr im Feuerwehrhaus Großsachsen.
Weinheim, den 14.01.2009
Roland Schmitt
Mannschaftsführer
Bezirksklasse, 4. Runde am 30.11.2008
SK Großsachsen vs. SC Viernheim III
Großsachsen wieder auf Aufstiegsplatz
Beim zweiten Heimspiel der Saison konnte der SK Großsachsen, unterstützt durch seine Schlachtenbummler, mit einem hervorragend herausgespielten 4:4-Unentschieden gegen Viernheim III vom dritten auf den zweiten Tabellenplatz vorrücken und hat mit 7 Mannschaftspunkten jetzt ebenso viele Zähler wie zwei Mitkonkurrenten um den Aufstieg.
Dabei sah es am Anfang gar nicht gut aus. Gegen die sehr gut aufgestellten Viernheimer – vier Spieler hatten eine DWZ > 1700 – lagen wir durch Niederlagen von Jens Schröder und Gyorgy Laszlo zunächst 0:2 zurück. Doch Alfons Werner, auf den die Kiebitze angesichts einer erdrückenden Stellung nicht mehr viel setzten, nötigte in seiner unnachahmlichen Verteidigungsstrategie seinen Gegner zu lang anhaltenden Denkphasen, so dass er nach zwei Stunden Blättchenfall reklamieren konnte und damit den Anschlusspunkt besorgte. Dann zeigte David Sieb, wie der Drachen der Sizilianischen Verteidigung Feuer spucken kann. Wie aus dem Lehrbuch zelebrierte er einen mustergültigen Angriff, dem der Gegner mehr oder weniger tatenlos zusehen musste. Mit diesem 2:2 Gleichstand witterten wir Morgenluft.
Eine wechselvolle Partie konnten die Zuschauer an Brett 6 verfolgen. Hermann Garst musste sich nach anfänglichem Vorteil eines Angriffs seines Gegners erwehren, konnte diesen jedoch schließlich als harmloser nachweisen als er aussah – Remis. Den Führungspunkt erzielte der in bestechender Form aufspielende Peter Sieb. In einem Theorieduell zeigte er das tiefere Positionsverständnis und nutzte Zug um Zug die schwächeren Züge seines Gegners zum eigenen Vorteil aus. Eine Linienöffnung reichte, um dem Gegner ein unabwendbares Matt auf dem Brett zu servieren. Damit führten wir 3½:2½ und ein Sieg schien in der Luft! Noch zwei Partien liefen.
An Brett 3 erkämpfte sich Rüdiger Andersch nach umsichtig vorgetragenem Angriffsspiel die Qualität und verstärkte so die Hoffnungen der Bergsträßler auf einen Sieg. Sein Gegner vermochte es jedoch, mit dem Materialnachteil effektiv zu spielen, so dass Andersch schließlich ins Remis einwilligte. Ein Unentschieden in der letzten noch laufenden Partie fehlte noch zum Siegtreffer für die Mannschaft. Einmal mehr kam es an meinem Brett zu einer Marathonpartie über die volle Distanz der Bedenkzeit von 6 Stunden, was für diese Spielklasse eher ungewöhnlich ist. Den anfänglich erspielten Vorteil konnte ich im Mittelspiel jedoch nicht halten und musste mich sogar mit einem Minusbauer abfinden. Ich versuchte die Partie ins Remis zu retten und kämpfte noch bis zum 73. Zug, bevor ich mich „ergab“.
Mit diesem 4:4-Unentschieden steht unsere Mannschaft nur einen Punkt hinter dem führenden Team aus Sandhofen-Waldhof. Dabei haben wir nach wie vor mit 21 Punkten die höchste Brettpunktzahl (das „Torverhältnis“ im Schach). Somit spielen wir auch nach dem vierten Spieltag um den Aufstieg mit. Da unser eigentliches Saisonziel (Klassenerhalt) mit nunmehr 7 Mannschaftspunkten annähernd gesichert ist, begrüße ich es als Mannschaftsführer, wenn mein Team weiterhin Höhenluft genießen will.
Weitere Gelegenheit dazu wird es am nächsten Spieltag im neuen Jahr, am 11. Januar im Auswärtsspiel gegen Hockenheim III geben.
Weinheim, den 01.12.2008
Roland Schmitt
Mannschaftsführer
Bezirksklasse , 3. Runde am 02.11.2008
SK Ladenburg III vs. SK Großsachsen
Großsachsener Schachvirtuosen bei der Arbeit
Peter Sieb und Alfons Werner: Denken nach um vorzudenken. Hermann Garst und Peter Eisen: Großsachsener auf konträren Fronten.
David Sieb: Komponiert die gegnerische Niederlage. Kapitän Roland Schmitt prüft die gegnerischen Verteidigungslinien.
Großsachsen, den 16.11.2008
Peter Sieb
Webmaster
Bezirksklasse, 3. Runde am 02.11.2008
SK Ladenburg III vs. SK Großsachsen
Nächster Überraschungscoup: Kantersieg gegen Ladenburg
Dass wir in der dritten Runde mit einem Sieg nach Hause fahren würden, lag durchaus in unserem Erwartungshorizont. Die Höhe von 7:1 hatte jedoch niemand auf der Rechnung. Dabei ging es in Ladenburg zu wie beim munteren „Tore schießen“.
Den Reigen eröffnete Siegfried Legat am achten Brett. Mit den schwarzen Steinen geriet er nach unproblematischer Eröffnung plötzlich in einen heftigen Angriff seines Kontrahenten. In nahezu aussichtsloser Lage erkannte Siegfried Legat jedoch eine Lücke im weißen Angriffssturm und nutzte sie listig mit einer hübschen, zwingenden Mattkombination. Alfons Werner schätzte seine Lage falsch ein, kam in ein nachteiliges Endspiel mit Minusbauer und gewährte so den Ladenburger „Ehrentreffer“. Direkt im Anschluss stellte Gyorgy Laszlo die Führung für Großsachsen wieder her. Seinem starkem Angriffsspiel konnte sein Gegner nicht viel entgegen setzen. Das 3:1 erzielte Hermann Garst, der mit den schwarzen Steinen seinem Kontrahenten bereits in der Eröffnung überlegen war. Nachdem er zunächst einen Bauern und im weiteren Verlauf durch gezielte Liniennutzung eine Leichtfigur gewann, gab sein Gegner auf.
Nicht lange dauerte es, bis David Sieb das 4:1 vermelden konnte. In dem beliebten Steinitz-Spanier zeigte er überlegenes Positionsspiel, nutzte geschickt seinen Raumvorteil und konnte so ohne größere Anstrengungen den Gewinn in einer Kurzpartie nach Hause fahren. Mit den schwarzen Steinen war es Rüdiger Andersch vorbehalten, auf 5:1 zu erhöhen. Auch er konnte seinen Ladenburger Gegner bereits von Beginn an durch überlegenes Stellungsverständnis in der Holländischen Verteidigung in arge Bedrängnis bringen. Infolge nie nachlassenden Drucks konnte Rüdiger Andersch schließlich einen Läufer und damit die Partie sicher gewinnen. In meiner Partie wählte mein Gegner mit den schwarzen Steinen das Wolga-Gambit und ließ damit seine Angriffsabsichten erkennen. Ich schwenkte in eine weniger bekannte Variante ein, um ihn gleich von Beginn an auf unbekanntes Terrain zu locken. Die Rechnung ging auf: Es zeigte sich aufgrund des starken Verbrauchs seiner Bedenkzeit sehr bald, dass der junge Ladenburger Schachfreund mit dieser Variante nicht vertraut war. Ich konnte eine starke Bauernkette aufbauen, die sein Spiel stark beengte. Bald darauf verlor er die Qualität und wenig später war ein Matt nicht mehr abwendbar. Den Schlusspunkt setzte Peter Sieb, der einmal mehr mit einer überlegen geführten Partie einen sicheren Punkt zum Mannschaftsergebnis beisteuerte. In der Drachen-Variante der Sizilianischen Verteidigung erkannte er klar die Schwachpunkte im System des gegnerischen Aufbaus und legte mit sicherer Hand ein lang andauerndes Druckspiel an. Auch in Zeitnot behielt Peter Sieb stets den gewohnten Überblick, konnte im weiteren Verlauf die Qualität gewinnen und seinen Gegner schlussendlich noch zu einem Patzer provozieren. Damit war der historische 7:1-Sieg perfekt, der auch in dieser Höhe vollauf verdient war!
Nachdem wir schon in der ersten Runde einen Überraschungscoup landeten, sind wir mit dem gestrigen Kantersieg wieder auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze. Mit dem dritten Platz liegen wir nur einen Punkt hinter den beiden führenden Mannschaften aus Sandhofen-Waldhof II und Mannheim 1946 II, wobei wir mit 17 Punkten die höchste Brettpunktzahl aufweisen.
Unser nächster Gegner ist Viernheim III, den wir am 30.11.08 im Feuerwehrhaus Großsachsen empfangen (Spielbeginn 10:00 Uhr). Angesichts unseres bisherigen guten Laufs ist auch für diese Begegnung wieder jede Menge Spielwitz und gute Angriffslaune angesagt.
Weinheim, den 3.11.08
Roland Schmitt
Mannschaftsführer SK Großsachsen
Oberflockenbach, den 04.11.2008
Roland Schmitt
Mannschaftsführer
Bezirksklasse, 2. Runde am 12.10.2008
SK Großsachsen vs. SK Mannheim 46 II
Knappe Niederlage kein Grund für Trübsal
Mit 3½:4½ ging das erste Heimspiel unserer Mannschaft gegen den Titelaspiranten SK Mannheim 1946 (zweite Mannschaft) nur denkbar knapp verloren.
Rüdiger Andersch konnte seinen Gegner durch einen klassischen Abzug aushebeln und uns 1:0 in Führung bringen. Seinen Raumvorteil aus der guten Eröffnung wusste Siegfried Legat nicht zu nutzen und musste das bessere Spiel seines Gegners anerkennen – 1:1. David Sieb geriet in einen lang anhaltenden Angriff und konnte kein Gegenmittel erfinden – 2:1 für Mannheim. Den Ausgleich erzielte Hermann Garst, der mit solidem Angriffsspiel und nie nachlassendem Druck seinen Gegner in die Kniee zwang. Gyorgy Laszlo baute mit den schwarzen Steinen eine klar vorteilhafte Stellung mit zwei Mehrbauern auf, schaffte es jedoch nicht die Partie zum Sieg zu führen und musste ins Remis einwilligen. In gedrückter Lage befand sich Verteidigungskünstler Alfons Werner, der diverse Mattdrohungen abwenden, drei Mehrbauern ergaunern und schließlich ins Remis ausgleichen konnte. Peter Sieb gewann gleich in der Eröffnung einen Bauern, den er während der gesamten Partie festhielt. Der Gegner vermochte es jedoch alle Schwerfiguren abzutauschen und in ein nicht mehr gewinnbares ungleichfarbiges Läuferendspiel einzulenken. Somit stand es 3½:3½ und die letzte noch laufende Partie zwischen mir und meinem Kontrahenten musste entscheiden. In einer Marathon-Partie über 82 Züge, in der sich beide Seiten nichts schenkten und bis auf wenige Minuten (am Ende hatte ich nur noch Sekunden auf der Uhr) die komplette Bedenkzeit (6 Stunden) verbrauchten, versuchte ich alles und gewann am Ende nichts.
Die vom spielerischen Verlauf her äußerst knappe Niederlage ist kein Grund zum Trübsal blasen, sondern zeigt im Gegenteil einmal mehr, dass wir mit gesundem Selbstvertrauen auch gegen vermeintliche Riesen antreten können.
Unser nächster Gegner ist am 2. November der SK Ladenburg III (auswärts), der in der gestrigen zweiten Runde wohl bedingt durch die zulässige Ranglistenmanipulation wesentlich schwächer aufgestellt hat als zum Saisonstart.
Weinheim, den 12.10.08
Roland Schmitt
Mannschaftsführer SK Großsachsen
Großsachsen, den 17.10.2008
Peter Sieb
Webmaster
Bezirksklasse, 1. Runde am 28.09.2008
SC Rheinau-Pfingstberg vs. SK Großsachsen
Traumstart in die neue Saison !
Mit einem überraschenden 6½:1½-Sieg beim Favoriten Rheinau-Pfingstberg konnten wir gleich zum Auftakt der neuen Saison am vergangenen Sonntag einen unerwarteten Auswärts-Erfolg feiern. Dabei „half“ uns unser Gegner, da er nur mit fünf Mann antreten konnte. So lagen wir gleich zu Beginn der Begegnung mit 3:0 in Führung. Doch rechnet man allein die gespielten Partien zusammen, so hat unsere Mannschaft mit 3½:1½ ebenfalls ein sicher nicht erwartbares Sieg-Ergebnis erzielt. Dabei mussten wir nur eine Niederlage hinnehmen.
Rüdiger Andersch verlor unglücklich gegen Manfred Hofmann, der eine klar nachteilige Stellung noch in einen Sieg umwandeln konnte, weil sein König in die gegnerische Stellung eindrang. An Brett 5 zeigte David Sieb mit den weißen Steinen gegen Hans-Joachim Freund eine schöne Angriffspartie. Er opferte in klassischer Weise einen Bauern für Linienöffnung und blieb danach konsequent auf der Siegerstraße. Auch sein Bruder Peter konnte an Brett 2 gegen den um über 300 DWZ-Punkte stärkeren Spitzenspieler Gisbert Dickel einen überzeugenden Sieg einfahren. Dabei gelang es ihm, die passive Spielweise von Dickel in einem geschlossenen Sizilianer durch geschicktes, aktives Figurenspiel auszunutzen. So konnte er Zug um Zug eine klar überlegene Stellung aufbauen, wobei er auch in Zeitnot nie den Überblick verlor. Am Spitzenbrett konnte ich gegen den mit 2103 DWZ-Punkten nominell stärksten Spieler der Bezirksklasse ebenfalls einen nie gefährdeten Sieg zum Mannschaftsergebnis beisteuern. Auffällig war auch hier die passive Spielweise meines Gegners Harald Zapfl, der für mich überraschend, in eine Damengamibtvariante einlenkte, die als nachteilig für Schwarz bekannt ist. Das tat meiner großen Freude über den so gelungenen Einstand in meinem alten Schachklub (nach 17 Jahren Abstinenz) natürlich keinen Abbruch! Den Schlusspunkt setzte Alfons Werner, dem es in der längsten Partie des Tages gelang, eine leicht nachteilige Stellung dadurch auszugleichen, dass er einen gefährlichen Freibauern seines Gegners eliminieren konnte. Mit diesem Remis war der Überraschungs-Sieg perfekt, der uns nach dem ersten Spieltag sogar an die Tabellenspitze brachte.
Wir freuen uns bereits auf die nächste Runde, in der wir am 12. Oktober die zweite Mannschaft des SK Mannheim 1946 empfangen werden. Spielbeginn ist 10:00 Uhr im Feuerwehrhaus Großsachen.
Weinheim, den 29.09.2008
Roland Schmitt
Mannschaftsführer